My Story

„Wenn man von der Sonne spricht, so scheint sie.“ Norwegisches Sprichwort

Da ich mich über einen Zeitraum von acht Monaten in einer Psychosomatischen Klinik mit mir selbst und meinem Leben konfrontieren musste, entstand eine Art schriftliche und zum Teil sehr kritische Auseinandersetzung über mein bisheriges Dasein. Ich versuchte somit die Geschehnisse weitgehend zu verarbeiten, um sie nun hinter mir lassen zu können. Ich litt viele Jahre unter Anorexie Athletica, eine besondere Form der Magersucht unter Sportlern, bis diese Sportsucht schließlich im Januar ‘08 in einem einzigen Hungerdilemma und dem depressiven Absturz gipfelte.

Meine Jugend verbrachte ich mit Training und Wettkämpfen. Ich gewann Medaillen, doch niemals tiefgründige Zufriedenheit. Als ich meinen Körper mit exzessivem Sport trotz einem Grippeinfekt an seine Leistungsgrenze brachte, fand ich mich mit einer Herzmuskelentzündung im Krankenhaus wieder. Doch dies öffnete mir nicht die Augen. Ich verkraftete das Ende meiner Karriere im Hochleistungssport nicht und flüchtete mich in mein neu begonnenes Studium. In Folge des Sportverbots und dem damit verbundenen Entzug, sowie dem Lerndruck und Klausurenstress hungerte ich mich bei einer Körpergröße von 1,85 m auf ein Gewicht von 42 Kilogramm herunter. Nach einem Zusammenbruch auf einer Party, stand ich kurz vor einem Organversagen. Erst da wurde mir endlich bewusst, was wirklich im Leben zählt:

Das Leben selbst.

„this is the end, you know…“


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