Großes Umdenken

Sommer 2007

Ich überredete meine Freundin ihr soziales Praktikum in Frankreich anzutreten, denn das war das letzte was ich wollte, dass sie wegen mir auf solch eine Chance verzichtete. Wir verbrachten eine tolle Woche zuerst mit ihren Eltern an der Cote d’ Azur und anschließend einige Tage in Zweisamkeit in Paris, ehe ich sie zu ihrer Gastfamilie begleitete und den Heimweg antrat.

Notgedrungen schrieb ich mich an der Uni in München ein. Sicher, Geowissenschaften ist mein Fach nach Wahl, doch eine Sportkarriere wäre so viel besser gewesen. Ich quälte mich noch immer endlos.

Um auf andere Gedanken zu kommen, buchte ich Anfang Juli einen Flug und verbrachte den Sommer über in Norwegen bei der Familie meines Vaters. Es fiel mir leichter dort mit allem klar zu kommen. Alles war anders – das Land, die Menschen, die Sprache. Ich war so überrascht von all dem positiven das mich überströmte und ich fühlte mich abgesehen von dem Trip nach Paris, seit langem wieder richtig gut. Ich saß stundenlang mit meinen Großeltern am Tisch, wir hatten so viel zu bereden. Mein Cousin und ich unternahmen fast täglich etwas und ich konnte endlich wieder durchatmen. Ich hatte wieder Atem.


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