Countdown
Als ich aus Norwegen zurückkam, dachte ich, dass Chaos in mir hätte sich geordnet, doch ich lag falsch.
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Herbst 2007 – September
Die Septembertage brachten noch ein Mal viel Wärme mit sich und so genoss ich die letzten Strahlen des Spätsommers im Park liegend und konnte all die freie Zeit mit Freunden verbringen. Kurzerhand entschloss ich mich von zu Hause auszuziehen und der WG meines besten Freundes und einem weiteren Kumpel beizutreten. Die Studentenbude lag zentral in Schwabing nur wenige Minuten vom Campus entfernt. Ideal also. Nach der Rückkehr meiner Freundin aus Frankreich richtete ich zusammen mit ihr mein Zimmer ein und ich fühlte mich wohl mit meinen 70 kg und dem neuen Zuhause.
An meinem Geburtstag stand der Termin beim Sportmediziner und Kardiologe an. Einen kurzen Check später bescheinigte er mir das entgültige Aus im Hochleistungssport und untersagte mir ausdrücklich ein hartes Trainingsprogramm. Ich dürfe nicht ein Mal annährend so viel Sport machen wie bisher. Es war das offizielle Ende.
Nach einem langen und intensiven Gespräch verließ ich die Uniklinik und war noch völlig vernebelt von den Worten des Arztes. Sobald ich in meinem Auto saß und mich auf den Weg nach Hause machte, wurde mir klar, dass ich dies auf keinen Fall werde umsetzen können. Zuhause wartete bereits meine Familie auf mich und ich gab die Worte des Spezialisten wieder. Sie nickten zustimmend. Das ich anderer Meinung war, behielt ich für mich. Heute wollte ich mir keinen Ärger einhandeln.

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